Noch 56 Tage: Das Theaterereignis «1918.CH» nimmt Fahrt auf

Am 16. August ist Premiere des Theaters «100 Jahre Landesstreik» in Olten

Noch knapp 50 Tage bis zur Premiere des nationalen Theaterereignisses «1918.CH – 100 Jahre Landesstreik» in Olten. Als symbolischen Startschuss rollte das Produktionsteam am 21. Juni einen historischen Eisenbahnwagen aus jener Zeit in die Alte Hauptwerkstätte Olten hinein. Am Aufführungsort packten viele der über hundert Mitwirkenden dieses Theater- und Musikereignisses in ihren Kostümen kräftig an.

Nach jahrelanger Vorbereitung, vielen Proben und Schweiss wurde an der heutigen Medienkonferenz vom 21. Juni der offizielle Startschuss zum nationalen Theaterereignis «1918.CH – 100 Jahre Landesstreik» gegeben. Denn das Produktionsteam um die künstlerische Leiterin Liliana Heimberg schob einen historischen Eisenbahnwagen an den prägnanten Aufführungsort der Alten Hauptwerkstätte in Olten. Einst wurden an diesem Ort auch Eisenbahnwagen gebaut. Der C3 8395, der nun der «Star» des Medienanlasses war, ist allerdings 1905 in der Schweizerischen Wagons- und Aufzugfabrik AG in Schlieren gefertigt worden, er gehört heute zum Bestand von SBB Historic und wird im Stück eine Rolle spielen. «Wahrscheinlich kam auch dieser Eisenbahnwagen während des Landesstreiks irgendwo zum Stillstand. Er ist somit ein Zeuge jenes historischen Moments der Schweizer Geschichte von 1918. Wir freuen uns sehr, dass SBB Historic uns von Anfang an unterstützt hat», sagt die künstlerische Leiterin Liliana Heimberg.

 

Der Landesstreik als Theater

Der Landesstreik von 1918 hat die Schweiz nachhaltig geprägt. Lange wurde er jedoch aus der offiziellen Erinnerung verdrängt. Im gesamtschweizerischen und mehrsprachigen Theaterereignis «1918.CH – 100 Jahre Landesstreik» erweist er sich jetzt als erstaunlich aktuell. Neben bekannten Fakten gibt es viel Unbekanntes zu entdecken: Geschichten der Streikenden, der hungernden Bevölkerung und Geschichten der gegen die Arbeiterschaft eingesetzten Soldaten. Geschichten von Frauen und Männern in Fabriken, von Kindern vor Suppenküchen, von Eisenbahnern, die den Zugsverkehr zum Erliegen bringen. Den «einfachen» Leuten gilt in der Inszenierung des Theaterprojekts in Olten das Hauptaugenmerk.

Bei «1918.CH» engagieren sich generationenübergreifend mehr als hundert Theaterleute. Begleitet werden sie von der Basel Sinfonietta unter der Leitung des international bekannten Dirigenten Ludwig Wicki und einem Theaterchor, geleitet von Sandra Rupp Fischer. «Zwanzig Theatergruppen aus allen Landesteilen bringen je eine Szene aus ihrem Kanton nach Olten. In jeder Vorstellung sind jeweils zwei dieser regionalen Gruppen zu sehen, jede Aufführung erhält dadurch ein eigenes Gesicht», sagt Liliana Heimberg.  Ein wichtiges Stück Schweizer Geschichte werde damit erinnert.
Das nationale und sprachenübergreifende Theaterereignis «1918.CH» kommt vom 16. August bis 23. September 2018 in der Alten Hauptwerkstätte in beim Bahnhof Olten zur Aufführung. Weitere Informationen und Ticketvorverkauf unter www.1918.CH

Bildlegende: Das Produktionsteam schiebt den Eisenbahnwagen in die Halle

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